Schachvereinigung Hamm
SV Hamm 1911 / SV Werries 1927









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Aktuelles


12.02.2017 - 20:47

Die zweite Mannschaft gewinnt 6:2 gegen Ahlen 2

Heute stand unser Auswärtsspiel gegen Ahlen 2 an. Ein starker Gegner, der immerhin
aus der Verbandsklasse abgestiegen war. Wir hatten auch das Glück vollzählig
anzutreten. Den ersten halben Punkt sicherte sich Jochen, der sich heute auch nicht
ganz wohl fühlte, daher geht der halbe Punkt voll in Ordnung. Danach gab es den
ersten vollen Punkt von Andreas. Andreas spielt eine gute Saison und scheinbar tut ihm
das Rentnerdasein sehr gut. Danach konnte auch Alex, der auch eine super Saison
spielt, seine Partie gewinnen, denn der Gegner lies den Turm stehen. Und es ging
fröhlich so weiter, den nächsten Punkt fuhr Burkhard ein, souveräne Partie und am
Schluss den Turm gewonnen plus den Bauern auf der siebten Reihe. Das reichte
seinem Gegner. Danach konnte endlich auch Thomas mal wieder gewinnen. Zu meiner
absoluten Überraschung spielte er, ich habe es vorher noch nie gesehen, e4. Schätze
damit hat er die gesamte Vorbereitung seines Gegners eingestanzt. Den endgültigen
Sieg durfte heute Sebastian klarmachen, auch er spielt eine tolle Saison. Der Gegner
überraschte ihn mit einer eher unorthodoxen Eröffnung, was sich aber für Sebastian
auszahlen sollte. Er stand immer aktiver und hatte zum Schluss zwei Türme gegen zwei
Pferde. Leider muss es anscheinend aber auch immer einen geben, der seine Partie
verliert. Dieses Los hatte heute Rolf, der Altmeister. Er stand lange Zeit ganz gut,
mitsamt Qualität gewonnen. Aber dann übersah er zum Schluss den MattAngriff seines
Gegners, schade. Als alle Messen gelesen waren, hätten meine Gegnerin und ich noch
stundenlang weiterspielen können. Meine Gegnerin gab schon früh eine Figur für
aktives Spiel. Ich musste mich also lange meiner Haut erwehren und es hätte wie
gesagt, noch lange so weitergehen können. Da es aber Ahlen nicht mehr viel brachte,
nahm sie mein zweites Remisangebot an. Schlussendlich ein wichtiger und in der Höhe
nicht vorhersehbarer Sieg. Wir stehen damit kurz vor dem Klassenerhalt. (LW)



05.02.2017 - 20:51

Rolltreppe abwärts für die Erste Mannschaft

Heute reisten wir zu siebt nach Bochum-Wattenscheid, eigentlich ein
Mitabstiegsaspirant. Nach 3 h war bis auf das kampflose siebte Brett
(wohl ein Missverständnis?!) noch alles in bester Ordnung. Jan
Thorwald hatte gerade Remis gemacht nach einer vergleichsweise
scharfen Vierbauernvariante im Königsinder. Dann aber ging es los:
George wollte in etwas besserer Stellung mehr aus seinem Dameninder
herausholen und übersah dabei einen Sturmangriff auf seine
Königsstellung. Zwar konnte er das Matt abwenden, aber lediglich auf
Kosten einer Figur. Das war zu viel! 0,5:2,5.
Unser Ersatzspieler Lars Erik Wörtler, der für den erkrankten
Mannschaftsführer Norbert eingesprungen war, stand nach
französischer Eröffnung lange Zeit richtig gut. Dann aber übersah er
einen Doppelschritt des b-Bauern, der schließlich eine Figur
kostete. Schade! 0,5:3,5.
Ralf hatte einiges an Druck nach einem Damengambit auszuhalten. Nach
dem Damentausch blieb davon aber nichts mehr übrig und so einigte
man sich auf eine Punkteteilung. 1:4
Hubertus kam aus dem Sizilianer mit deutlichem Entwicklungsvorsprung
heraus. Leider gelang es ihm nicht den Sack zuzumachen und der
Gegner entkam ins Remis! 1,5:4,5.
Meine Partie verlief nach einer unregelmäßigen Benoni-artigen
Eröffnung am Ende recht unübersichtlich. Ich opferte einen Bauern
für Angriff, übersah aber den damit verbundenen Figurengewinn. Noch
weitere Male ließ ich in Zeitnot den Gewinn aus, nur um dann einen
Zug vor der Zeitkontrolle auch noch den restlichen halben Punkt
wegzuwerfen. Oh je! 1,5: 5,5.
Dalibor markierte wie so häufig den Schlusspunkt. Seine Caro-Kann-
Eröffnung ging mächtig schief, nach einem Dutzend Züge waren alle
Figuren wieder auf die Grundreihe zurückgeworfen worden.
Erstaunlicherweise hielt er sich dennoch weitere vier Stunden, bevor
er endgültig das Handtuch werden musste. 1,5:6,5
Trotz des klar scheinenden Ergebnis wäre mehr drin gewesen. Caissa
war uns heute nicht hold. Nun sind wir aber auf den undankbaren
letzten Platz abgerutscht! Vor allem das schlechte
Brettpunktverhältnis minimiert die wenigen Chancen, die wir noch auf
den Klassenerhalt haben. Nächste Runde geht es gegen die Weiße Dame
aus Borbeck, gegen die wir in den letzten Jahren immer einen
schweren Stand hatten.



03.02.2017 - 14:55

Vereinsturniere

Am 17.02.17 wird das Pokalhalbfinale gespielt. Die Paarungen lauten:
Norwin Wegner - Alexsey Alakbarov
Lars Wörtler - Ralf Schlaap

Die Vereinsmeisterschaft geht am 10.02.17 in die nächste Runde. Auch neue
Teilnehmer sind herzlich willkommen. Danach wird noch eine 5te Runde am 10.03.17
und eine 6te Runde am 24.03.17 gespielt.

Die drei verbliebenen Blitzturniere werden jeweils am letzten Freitag im Monat gespielt.
Also Ende Februar, März und April. (LW)



22.01.2017 - 20:36

Wichtiger Sieg der zweiten Mannschaft gegen den Tabellenletzten aus Lünen Horstmar

Am heutigen Spieltag hatten wir ein Heimspiel gegen Lünen Horstmar die zweite. Lünen
Horstmar 2 ist als Tabellenletzter bislang noch ohne Punkte. Aber auch solche Spiele
muss man erst mal gewinnen. Und wie wichtig ein Sieg heute war verrate ich am Ende.
Den ersten halben Punkt sicherte heute Burkhard, ein Remis der schnellen Sorte. Den
ersten vollen Punkt erspielte Jose. Zuerst gewann er eine Figur um am Ende noch eine
Figur zu gewinnen, Daumen hoch. Danach gab es ein weiteres Remis vom Altmeister
Rolf und noch einen halben Punkt von Sebastian. Thomas hatte es heute mit dem wohl
besten Spieler aus Lünen zu tun, leider verlor er seine Partie. Den Mannschaftssieg
heute durften Andreas und Jochen klarmachen. Beide gewannen ihre Partie in
souveräner Art und Weise. Nur mein Gegner erwies sich als äußerst hartnäckig, bot mir
gar zweimal Remis, musste ich beides mal ablehnen. Nach knapp 5 Stunden und einem
gewonnenen Endspiel haben wir dann mit 5,5 zu 2,5 gewonnen.
Da aber Bönen und die KönigSpringer gewonnen haben, bleibt es alles eng
beieinander. Die Katze ist noch nicht im Sack. Ich bin aber relativ positiv gestimmt, dass
wir das schaffen. (LW)



15.01.2017 - 21:00

Klatsche für die erste Mannschaft

Gegen den Tabellenführer ist in der Regel ohnehin nicht viel zu holen.
Aber so wenig Punkte wie heute gab es schon lang nicht mehr. Unsere
Gäste aus dem Traditionsverein SF Dortmund Brackel waren gut
aufgestellt, selbst der letzte hatte noch eine DWZ mit einer 2 vorne
dran. Da half es auch nicht, dass wir heute mit zwei Ersatzspieler
auflaufen mussten, sowohl George als auch Norbert waren verhindert und
wurden durch Mike und Rolf ersetzt.
Jan-Thorwald hatte wohl schon den Braten gerochen und daher bereits in
der Damengambit-Eröffnung die Notbremse gezogen. Symmetrische Stellung,
vollkommen ausgeglichen, Remis! 0,5:0,5.
Diese vorausschauende Klugheit fehlte mir leider. Ich geriet nach einer
seltenen Sizilianisch-Variante in eine schwierige Position und ergriff
dort die erstbeste Gelegenheit meine Stellung vollends gegen die Wand
zu fahren. Bemerkenswert schnell verloren! 0,5:1,5
Joachim stand heute am ungewohnten sechsten Brett nach einem
verzögerten Vierbauernangriff erstaunlich gut, übersah dann aber eine
taktische Feinheit und musste so schließlich mit einem Minusbauern in
ein schlechteres Endspiel. Gegen diesen Gegner hat er offensichtlich
kein Glück! 0,5:2,5.
Mike durfte heute mit Schwarz gegen eine italienische Partie antreten.
Leider fehlt es ihm hier an eröffnungstheoretischem Rüstzeug, so waren
nach 10 Zügen alle schwarzen Figuren erneut auf der Grundlinie! Da kam
er zwar fast wieder lebend heraus, aber am Ende reichte es dann doch
nicht ganz. 0,5:3,5.
Das letzte Brett wurde heute von unserem Altmeister Rolf belegt. Für
sein fortgeschrittenes Alter hält er noch erstaunlich gut und lange
mit! Diesmal gab es eine Art Katalanische Abtauschvariante zu
bewundern. Sein Gegner spielte diese aber recht geschickt und geriet
schon bald in Stellungsvorteil. Am Ende rächten sich die vielen
Doppelbauern doch. 0,5:4,5.

Damit war nach ganzen fünf Partien der Mannschaftskampf bereits
entschieden, ein klares Indiz für einen deutlichen Klassenunterschied!
Aber auch an den verbliebenen Brettern wurde noch gekämpft!
Hubertus stand an zwei nach einer schottischen Partie zumindest
bequemer, vielleicht sogar besser. Aber der Gegner verteidigte sich
zäh, so dass am Ende „nur“ ein halber Punkt heraus sprang. 1:5
Weniger Glück hatte Ralf. Eigentlich kam er solide aus der Caro-Kann
Eröffnung. Wo dann am Ende der Pfad zur Punkteteilung verlassen wurde,
habe ich nicht mehr mitbekommen. 1:6
Den Endpunkt markierte Dalibor. Dieser stürmte mit Schwarz vehement
nach einer Königsindischen Eröffnung auf die weiße Stellung ein. Dabei
blockierten aber die Bauern, so dass auf beiden Seiten kein Durchkommen
mehr zu sehen war. Folgerichtig wurde das Kriegsbeil begraben. 1,5:6,5
Endstand.
Damit sind wir nicht nur auf einen der Abstiegsränge zurückgerutscht,
sondern zusätzlich stehen wir nach fünf Runden mit den wenigsten
Brettpunkten da. Kein gutes Zeichen! Sollten wir noch eine Chance auf
den Klassenerhalt haben, so vermutlich nur mit möglichst vollständiger
Besetzung! (ES)



11.12.2016 - 21:03

Die zweite Mannschaft ist wieder in der Spur und gewinnt gegen Kamen 3

Am heutigen Sonntag stand unser Spiel gegen die dritte aus Kamen an. Wir waren in
Zugzwang kann man sagen und mussten heute liefern. Der Gegner tat uns schon vorab
einen Gefallen, denn er trat nur zu siebt an. Der erste Punkt stand auf der Habenseite.
Auch der zweite Punkt ließ nicht lange auf sich warten, Thomas hatte zwei Mehrbauern
und musste einfach gewinnen. Er machte es allerdings spannender als er musste,
dennoch 2-0 für uns. Danach gab es zur Abwechslung mal ein Remis, Alex hatte die
Dame gegen zwei Türme, sein Gegner gab ihm gerne die Hand. Als dann auch noch
Sebastian, sein Gegner patzte eine ganze Figur ein, gewann, sah es schon sehr gut
aus. Es fehlte noch ein Punkt zur Glückseligkeit. Einen halben steuerte dann Jose dazu.
Mit den Schwarzen Steinen etwas unter Druck, konnte er doch die Damen tauschen
und ungleichfarbige Läufer behalten. Nun stand es tatsächlich 4-1. Meine eigene Partie
lief eigentlich super, Bauern mehr und Feldvorteile. Aber wie es so ist manches Mal, ein
kurzes Nickerchen und die Partie lief ins Remis. Sei es drum, es war gleichzeitig der
Sieg der Mannschaft. Unserem Rolf blieb heute die undankbare Rolle, des einzigen
Verlierers, schade da war mehr drin, aber der abschließende Angriff seines Gegners
war zu stark. Jochen, wie man in kennt, probierte es bis zum Ultimo, hatte er doch
einen Bauern mehr. Aber nach knapp 5 Stunden blieb auch hier leider nur ein Remis.
Fazit: Ein besonders wichtiger (erster) Sieg lässt die zweite Mannschaft tief
durchatmen. Top Noten heute an Sebastian und Thomas für die vollen Punkte. Jetzt
sieht es wieder richtig gut aus mit dem Klassenerhalt, weiter so. (LW)



04.12.2016 - 22:07

Ersatzgeschwächte Erste Mannschaft ohne Chance

Wenig Chancen hatten wir uns heute ohnehin ausgerechnet. Da half es
auch nicht, dass zwei unser stärksten Spieler krankheitsbedingt
ausfielen. So ging es also ohne George und ohne Hubertus nach Hattingen
zum SV Welper. Bezeichnend ist auch, dass die Strasse, an dem der
Spielort liegt, nach einem großen russischen Schachspieler benannt ist
(Tal-Str.). Kurz und gut, unsere Gastgeber hatten im Schnitt 130 DWZ
Punkte mehr an jedem Brett, dementsprechend verliefen auch die Partien.
Den ersten halben Punkt durfte ich heute beisteuern. Mir gegenüber auf
der anderen Brettseite saß der derzeit DWZ-stärkste Spieler dieser
Regionalliga. Ein schwacher Trost dafür, dass ich gegen diese
königsindische Verteidigung mit Weiß nicht mehr herausholen konnte.
0,5:0,5
Auch Jan-Thorwald steuerte heute den Remishafen an, allerdings nach
weit aufregendem Verlauf in einem ungewöhnlichen Trompowski-Angriff (1.
d4 Sf6 2. Lg5) . Auch in der nachfolgenden Analyse war uns nicht ganz
klar, wer eigentlich besser stand. 1:1
Norbert hatte von uns den besten Start erwischt, gelang es ihm doch in
seiner Sizilianischen Verteidigung mit Lb5 immerhin das Läuferpaar für
sich zu sichern. Aus Zeitgründen entschied er sich aber dann doch für
den Spatz in der Hand. 1,5:1,5.
Auch Dalibor musste sich heute gegen einen deutlich besseren Gegner
stemmen, bekanntlich macht ihm das gar nichts aus! Aus seiner
englischen Eröffnung holte er nicht viel heraus, gerade mal das
Läuferpaar und etwas Initiative. Damit aber knetete er seinen Gegner so
lange, bis dieser fehlgriff, Dalibors Spezialität! 2,5:1,5
Damit gingen wir zwischenzeitlich sogar in Führung, aber viel mehr
wollte uns auch nicht gelingen.
Sebastian Brieger, unser Youngster aus der zweiten Mannschaft durfte
heute gegen fast 300 DWZ Punkte mehr antreten und schoss damit den
Vogel ab. In der Damengambiteröffnung verpasste er die Ausfahrt in Form
eines Abtausches und kam danach gehörig unter Druck. Immerhin schaffte
er es noch über die Zeitkontrolle, danach war aber der Ofen aus. Sein
Gegner, ein erfahrener Kämpe, nutzte die fehlende Erfahrung unseres
achten Brettes gnadenlos aus. 2,5:2,5
Joachim konnte in seiner Najdorf Variante der sizilianischen Partie
lange gut mithalten, geriet dann aber in Zeitnot und büßte ebendort
zwei Bauern ein, zu viel für ein Leichtfigurenendspiel. 2,5:3,5
Mike, unser „ständiger“ Ersatzmann, stand nach der Italienischen
Eröffnung lange Zeit besser, und hatte am Ende sogar einen Springer
mehr! Leider besaß der Gegner dafür eine nicht unbeträchtliche
Bauernschar, die das kurzschrittige Pferd nicht im Zaum zu halten
vermochte. 2,5:4,5.
Damit war der Mannschaftskampf entschieden, dennoch ging es auch in der
letzten Partie hoch her. Ralf durfte aufgrund der Ausfälle heute an
zwei spielen, zudem auch noch mit Schwarz. Sein Gegner bedrängte seinen
Sizilianischen Aufbau vehement, aber unser Mann verteidigte sich
hartnäckig. Auch das Figurenopfer seines Gegners schlug nicht durch,
bescherte diesem aber immerhin ein Dauerschach. Gut gespielt, Ralf! 3:5
Nach vier Runden haben wir immerhin 50% der Mannschaftspunkte und
befinden uns zur Zeit auf dem sechsten Platz, knapp oberhalb der
Abstiegsränge. Es fehlen noch 2-4 Punkte für den Klassenerhalt. In der
nächsten Runde spielen wir gegen die Schachfreunde aus Dortmund-
Brackel, die einzige bislang ungeschlagene Mannschaft! Hoffentlich
treten wir dann vollständig(er) an! (ES)



07.11.2016 - 20:32

Die erste Mannschaft schlägt zurück!

„Rache ist ein Gericht, was am besten kalt serviert wird!“ (altes
klingonisches Sprichwort). Tatsächlich hatten wir mit unserem heutigen
Gast aus Essen-Katernberg noch ein Hühnchen zu rupfen. Hatten sie uns
doch in dem letzten Spiel der letzten Saison mit 4,5:3,5 düpiert und
uns damit beinahe den direkten Aufstieg vermasselt. Letzten Endes waren
wir lediglich aufgrund eines einzigen Brettpunktes dann doch noch auf
dem ersten Platz gelandet. Die Katernberger siegten dann aber im
Stichkampf gegen die Königspringer und schafften damit doch noch den
Aufstieg in die Regionalliga. So also trafen sich heute die beiden
Aufsteiger und durften erneut die Klingen kreuzen. Der Gast aus Essen
trat mit einem Ersatzspieler an, genau wie wir: Mike spielte für Jan-
Thorwald, der kurzfristig erkrankt ist.
Den ersten Paukenschlag gab es schon nach wenigen Minuten, als Hubertus
am dritten Brett bereits im 12. Zug der Abtauschvariante des
Damengambits einen Bauern einstellte! Unforced error, sagt man dazu im
Tennis. Wer dachte, die Partie sei damit zu Ende, musste sich aber
eines besseren belehren lassen. Hubertus kämpfte noch geschlagene fünf
Stunden weiter, bevor er am Ende dann doch die Segel streichen musste.
Anerkennung für so viel Kampfgeist! 0:1
Unser zweites Brett, George, kam aus seiner englischen Eröffnung nicht
glücklich heraus und stand am Ende mit einem Bauern weniger da.
Überhaupt waren die Gegner genau wie letztes Mal eröffnungstheoretisch
besser vorbereitet als wir. Vermutlich nutzt es, einen eigenen
Großmeister im Verein zu haben... Unser Mann hatte er aber die
gegnerische Königsstellung schwächen können und diesen Umstand nutzte
er eiskalt aus, um einen vollen Punkt einzufahren. 1:1
Dalibor spielte an sieben eine Eröffnung, die man im weitesten Sinne
als Englisch-Abart bezeichnen könnte. Häufig führen seine Eröffnungs-
Experimente häufig zu ungewöhnlichen Stellungen, die auf dem ersten
Blick den Eindruck machen, beide Spieler stünden schlecht. Aus diesem
Wirrwarr kam er auf jeden Fall mit einem Bauern mehr heraus und machte
dann auch schon bald den Sack zu! 2:1
Unser Mannschaftsführer spielte heute seine Lieblingserföffnung, die
Grünfeldindische Verteidigung. Der Weiße wählte den eigentlich
harmlosen Aufbau mit g3 und bekam aufgrund ein paar ungenauer schwarzer
Züge gehörigen Druck auf die Stellung des Nachziehenden. Am Ende konnte
Norbert aber diesen Druck abschütteln und folgerichtig wurde das
Kriegsbeil begraben. 2,5:1,5
Mike traf am letzten Brett auf die Französische Verteidigung, war aber
nicht auf dem letzten Stand der Theorie, und musste daher schon in der
Eröffnung einen Bauern geben. Am Ende gesellte sich noch ein zweiter
Bauer dazu, zu viel für ein Endspiel mit gleichen Läufern. 2,5:2,5
Meine eigene Partie am Spitzenbrett verlief diesmal recht
ereignisreich. Schon in der Sizilianischen Eröffnung konnte ich ein
zweischneidiges Figurenopfer platzieren, um damit Linien auf den
gegnerischen König zu eröffnen. Der kam zwar zu Fuß mit dem Schrecken
davon, musste aber als Wegezoll noch eine Qualität und zwei Bauern
entrichten. Damit war das Kräfteverhältnis in etwa ausgeglichen. Zu
meinem Glück durfte meine Dame aber später in seine Stellung eindringen
und damit meinem Freibauern zur Umwandlung verhelfen. Drei Züge danach
waren alle Damen wieder vom Brett, ich aber um einen Figur reicher, ein
entscheidender Vorteil. 3,5:2,5.
Nun liefen noch zwei Partien, die formal beide besser für uns standen.
Ralf hatte im Endspiel ein Figur mehr, Joachim im Turmendspiel einen
Bauern.
Joachim durfte heute gegen die Birderöffnung (1.f4) antreten, ein recht
seltener Gast in der Eröffnungslandschaft. Irgendwie scheint er seine
Sache gut gemacht zu haben, am Ende hatte er einen Bauern mehr auf
seinem Habenkonto. Leider konnte er diesen nicht so recht in Gang
setzen, der Gegner verwehrt ihm den Zugang zu seiner Stellung, so dass
es bei einer Punkteteilung blieb. Was das Vorurteil nährt, alle
Turmendspiele seien remis. 4:3
Ralf spielte die Abtauschvariante im Slawisch, eigentlich eine harmlose
Eröffnung. Am Ende konnte unser viertes Brett seinem Gegner sogar einen
ganzen Springer abnehmen, musste dafür aber zwei Bauern abgeben. Diese
beiden Freibauern hätten sogar beinahe das Rennen gemacht, aber Ralf
spielte seinen Figurenvorteil geschickt aus, um das Remis zu sichern
und damit auch den Mannschaftssieg. 4,5:3,5.
Wichtige, vielleicht sogar entscheidende Punkte gegen den Abstieg! (ES)



06.10.2016 - 08:58

Titelverteidigung gelungen

Bei der Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft gelang unserer ersten Mannschaft der neuerliche Titelgewinn mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem halben Brettpunkt vor der Mannschaft des SV Kamen. Etwas Schützenhilfe beim Titelgewinn hat uns unsere dritte Mannschaft geleistet, die den Kamenern immerhin ein 2 : 2 Unentschieden und damit einen Punkt abringen und sich in der Abschlusstabelle auch noch weit vorne platzieren konnte.

Mit 19 Mannschaften war das Turnier dieses Mal besser besucht als in den Vorjahren. Mit 3 Mannschaften stellte unser Verein seit langem auch wieder mal mehr als nur eine Mannschaft.



03.10.2016 - 01:29

(K)Eine Nummer zu groß für die erste Mannschaft!

Das Aufeinandertreffen von Auf- und Absteiger hat immer etwas
Besonderes, erinnert es doch ein wenig an den Kampf zwischen David
und Goliath. Normalerweise setzt sich Goliath klar durch, aber es
gibt auch Ausnahmen, wie man in der Bibel nachlesen kann.
Unser Goliath kommt aus Herne und hat sich aus dem Zusammenschluss
der beiden Traditionsvereine aus Herne-Sodingen und Castrop-Rauxel
gegründet. Trotz dieser Vereinigung sind diese ehemaligen
Bundesligavereine in der letzten Saison aus der NRW-Klasse
abgestiegen. Dorthin verschlug es uns heute und wir machten uns
wenig Hoffnung allzu viele Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Schließlich mussten wir auch noch auf Joachim verzichten, der von
unserem Altmeister Rolf ersetzt wurde.
Den ersten Punkt des Tages machten heute die Gastgeber an Brett
fünf. Jan Thorwald opferte gegen die slawische Eröffnung einen
Bauern, in der Hoffnung auf Angriff. Nach dem Damentausch war
dieser aber in Rauch aufgegangen und als der Gegner schließlich
auch noch eine Qualität einfuhr war die erste Niederlage unseres
Neuzuganges perfekt. 0:1
Dalibor spielte an sieben die angriffslustige Panov-Variante des
Caro-Kanns und erhielt tatsächlich das von ihm präferierte
schwierige Mittelspiel. Leider machte der Gegner alles richtig, so
dass kein rechtes Durchkommen zu erkennen war. So einigte man sich
folgerichtig auf remis. 0,5:1,5
Meine eigene Partie am Spitzenbrett mündete direkt aus der
Damengambit-Eröffnung in ein vorteilhaftes Endspiel, welches mein
Gegner nicht glücklich behandelte. 1,5:1,5
Schwieriger war da schon die Partie von Hubertus an Brett 3. Sein
Aufbau mit e4 und c4 gegen den Sizilianer gilt eigentlich als
recht harmlos, so lange der Schwarze d4 unter Kontrolle hält.
Genau das tat der Gegner aber nicht und Hubertus widerlegte den
verfehlten schwarzen Aufbau recht eindrucksvoll. 2,5:1,5
Ralf stand an Brett vier lange unter starkem Druck, nach einem
Damengambit mit rückständigem Bauern auf d4. Aber es gelang ihm
schließlich den Druck zu neutralisieren und einen Großteil der
Angriffsfiguren abzutauschen, so dass letztendlich ein
ausgeglichenes Endspiel entstand. Dieser halbe Punkt war hart
erkämpft! 3:2
Nun waren lediglich noch drei Partien zu spielen, bei zwei standen
die Gastgeber, bei einer wir auf Gewinn. Es lief also alles auf
ein 4:4 hinaus, was schon ein beachtlicher Erfolg für uns gewesen
wäre. Aber es sollte anders kommen...
Rolf spielte am letzten Brett sein Slawisch mit g6 recht solide
aber auch recht passiv, so dass sein Gegner zu großem Raumgewinn
kam. Den darauf folgenden Königsangriff konnte er noch abwehren,
das Eindringen der gegnerischen Figuren auf dem Damenflügel aber
nicht mehr. Unser Ersatzmann hat sich tapfer gewehrt, aber gegen
fast 300 DWZ-Punkte mehr ist halt schwer zu spielen. 3:3
Unser Mannschaftsführer Norbert durfte heute am sechsten Brett
gegen 1. b3 antreten, eine recht seltene Eröffnung. Der Schwarze
nutzte die passive weiße Aufstellung, um bald selbst die
Initiative zu übernehmen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen in
der Zeitnotphase (der Gegner schrieb regelwidrig nicht alle Züge
mit, während der Schiedsrichter nicht einschritt) verzog sich der
Rauch, und unser Mann stand im Endspiel mit zwei Mehrbauern da.
Dies reichte natürlich auch für den vollen Punkt. 4:3
Am zweiten Brett spielte sich ein Drama ab, welches letztendlich
den Mannschaftskampf entscheiden sollte. George hatte das
zweifelhafte Vergnügen, gegen den DWZ-stärksten Gegner antreten zu
dürfen. So war es denn auch nicht überraschend, dass seine moderne
Eröffnung auf starken Widerstand stieß, und am Ende sogar eine
Qualität und zwei Bauern kostete. Wie unser Mann in einer solchen
Stellung noch remis erzielen konnte, habe ich leider nicht mehr
mitbekommen, aber vielleicht hat David ja doch noch seine
Schleuder herausgeholt... 4,5:3,5!
Dank dieser unverhofften Punkte haben wir vorläufig die
Abstiegsränge verlassen und hoffen nun auf eine Revanche am
nächsten Spieltag gegen Katernberg, die uns in der letzten Runde
der Verbandsliga mit 3,5:4,5 düpierten.



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